Streit um queeren Zusammenhalt · Forsthaus Rampensau
Forsthaus Rampensau 2026: Streit um queeren Zusammenhalt. Philisha & Shira beziehen auf Instagram klar Stellung.
Servas, ihr Lieben! 💕
Die letzte Folge von „Forsthaus Rampensau" ist raus und wie immer: Es gab Drama, Emotionen und genug Gesprächsstoff für die nächste Woche. Aber nicht nur das, was in der Hütte passiert, sorgt für Diskussionen – auch außerhalb der Kamera brodelt es.
Und da muss ich direkt als Erste sprechen. Denn es geht um queeren Zusammenhalt, um Sichtbarkeit und darum, was das eigentlich bedeutet, wenn man im Fernsehen steht.
Was ist passiert?
In der aktuellen Staffel von „Forsthaus Rampensau" gibt es mehrere queere Paare. Julia und Ebru haben vor ihrem Einzug öffentlich gemacht, dass sie bewusst auf Solidarität setzen – sie wollen keine Frauen oder queeren Paare als Erste nominieren, weil es im Fernsehen einfach zu wenig queere Sichtbarkeit gibt.
> „Wir erhalten als Frauen und als 🌈 Community sowieso schon genug Hass und Ablehnung", haben die beiden gesagt. „Gerade deshalb sei es ihnen wichtig, im Fernsehen Solidarität und Zusammenhalt zu zeigen."
Das ist eine schöne Haltung. Respekt vor dem, was sie sagen. Aber genau das hat die Debatte entfacht.
Unser Statement auf Instagram
Shira und ich haben auf Instagram ein ausführliches Statement zu dem Thema abgegeben. Und zwar aus folgendem Grund:
> Wir haben den Eindruck, dass unsere Entscheidungen als mangelnde Solidarität gewertet werden. Und das können und wollen wir so nicht gelten lassen.
„Queerer Zusammenhalt bedeutet nicht, dass man sich nicht gegenseitig nominieren darf"
Das ist unsere Position. Klar: Wir sind queere Menschen. Klar: Wir wissen, wie wichtig es ist, im Fernsehen repräsentiert zu sein. Aber bedeutet das automatisch, dass wir in einer Reality-Show mit anderen queeren Kandidat:innen automatisch auf einer Wellenlänge sein müssen?
Nein. Das ist nicht der Fall. Und das ist auch völlig in Ordnung.
Wie ihr selbst sagt: „Wenn du uns nicht sympathisch bist oder wir nicht auf einer Wellenlänge sind, müssen wir nichts mit dir zu tun haben, egal ob queer oder nicht queer."
„Das ist kein Casting um den letzten queeren Platz"
Das hat uns besonders getroffen. Der Vorwurf, wir würden nach dem Motto handeln, dass es nur Platz für ein queeres Paar geben könnte? Absolut nicht.
Ich bin nicht hier, um gegen andere queere Menschen anzutreten. Ich bin hier, um zu gewinnen. Um zu zeigen, was ich kann. Um zu tanzen, zu performen, zu glänzen. Und nein – ich opfere meine Chancen für irgendetwas, weil ich „Solidarität" beweisen soll.
„Wir sitzen jeden Tag in full Drag, in full Glam auf 1300 Metern"
Und das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Jeder Tag, jede Folge, jeder Moment, den wir im Forsthaus verbringen: Das ist queere Sichtbarkeit. Punkt.
Ich trage jeden Tag mein Drag. Ich trage meinen Glam. Ich stehe auf 1300 Metern Höhe vor einer Kamera und zeige der ganzen Welt, was queere Performance bedeutet. Das ist kein Casting – das ist Leben.
„Und seit wann schließen sich Sendezeit und Sichtbarkeit überhaupt aus?"
Genau. Wenn ich gewinne? Dann haben wir noch mehr Sichtbarkeit. Wenn ich verliere? Dann habe ich trotzdem jede Woche gezeigt, wer wir sind.
Reality-TV ist keine Kaffeekränzchen-Party
Lasst uns ehrlich sein: Man geht nicht ins Fernsehen, um gemütlich Kaffeekränzchen zu halten. Man geht dorthin, um Drama, Spannung und Entertainment zu schaffen. Das ist das Versprechen, das wir dem Publikum geben – und das, was die Zuschauer:innen sehen wollen.
Kritik an unseren Entscheidungen ist völlig erlaubt. Aber daraus mangelnde Solidarität abzuleiten? Das geht uns zu weit.
> „Queere Sichtbarkeit hat viele Formen", haben Shira und ich geschrieben. Und das meinen wir ernst. Meine Form ist: Ich stehe da, ich glänze, ich gewinne. Und das ist legitim.
Was bedeutet das für die Show?
Die Debatte um queeren Zusammenhalt ist ein spannendes Thema für die Show. Es zeigt: Reality-TV ist mehr als nur Spiele und Nominierungen. Es geht um echte Werte, echte Meinungen, echte Konflikte. Und genau diese Echtheit macht das Format so beliebt.
Als erstes Drag-Duo in der Geschichte der Show tragen wir eine besondere Verantwortung – dazu haben Shira und ich auch schon hier im Blog ausführlich geschrieben. Jede unserer Handlungen wird durch eine queere Linse betrachtet. Das ist ehrlich gesagt auch eine Chance: Wir zeigen, dass queer sein nicht bedeutet, dass man sich auf eine bestimmte Art verhalten muss. Man kann queer sein und trotzdem gewinnen wollen. Man kann queer sein und trotzdem eigene Entscheidungen treffen. Man kann queer sein und trotzdem Glamour auf 1300 Metern Höhe zaubern. 💅
Das sagt die Presse
- weekend.at (27.10.2026): „Forsthaus-Zoff eskaliert: 'Ob queer oder nicht queer!'" →
- Kleine Zeitung (10.10.2026): „'Forsthaus Rampensau': Turbulenter Staffelstart auf Kärntner Hütte" →
- [5min.at (9.10.2026): „Flirt-Alarm und erste Allianzen: So wild startet 'Forsthaus Rampensau'"] →
Fazit: Mehrere Wege zur Sichtbarkeit
Queere Sichtbarkeit ist kein Nullsummenspiel. Es gibt nicht nur eine Form, wie man sich einbringt. Julia und Ebru setzen auf bewusste Solidarität. Shira und ich setzen auf Performance und Sichtbarkeit durch Präsenz. Und das ist beides legitim.
Was ich sagen will: Lasst uns aufhören, queere Menschen gegeneinander auszuspielen. Wir sind alle hier, weil wir den Mut haben, uns zu zeigen. Das verdient Respekt – nicht gegenseitige Abwertung.
Und jetzt kommt's: Am Freitag gibt's die nächste Folge. Und ich bin sicher: Die Debatte wird weitergehen. Bleibt dran! 💕
Bussi, eure Philisha 💋